Informationen zu den Reisen
Streckenverlauf
Schlechte Wetter- und Straßenverhältnisse können dazu führen, dass die Route geringfügig geändert werden muss. Es kann auch vorkommen, dass es Änderungen in den Unterkünften gibt. Diese beeinträchtigen das Programm jedoch nicht.
Transportmittel
Ihr Transportmittel ist in der Regel ein Busjeep russischer Bauart. Bei größeren Gruppen fährt man mit mehreren dieser Fahrzeuge. Durch ihre Bodenfreiheit und ihre Robustheit sind sie für die schwierigen Straßenverhältnisse in der Mongolei bestens geeignet. Entgegen dem ersten Eindruck sind sie zudem auch erstaunlich komfortabel. Sie werden mit dem Wagen Strecken fahren, die man mit keinem anderen Fahrzeug bewältigen kann. Aufgrund der Straßenverhältnisse wird es immer wieder mal vorkommen, dass das Fahrzeug eine Panne hat, das reicht von einem Platten bis zum Getriebeschaden. Dass das kein Grund zum Verzweifeln ist, werden Ihnen die Fahrer zeigen. Eine der Grundvoraussetzungen für unsere Fahrer ist die Fähigkeit, ihr Auto zu reparieren. So kann man selbst bei einem Getriebeschaden nach einer gewissen Zeit wieder weiterfahren. Das gehört zur Mongolei einfach dazu und ist ein Erlebnis für sich.
Im Auto unterwegs
Ihre Fahrer sind dafür zuständig, dass Sie wohlbehalten an Ihr Ziel kommen. Es sind erfahrene Fahrer, die die Straßenverhältnisse gut kennen und oft den Weg finden, wo wir als Gäste uns fragen, wie sie die Orientierung in der Steppe gefunden haben.
An der ein oder anderen Stelle wird der Fahrer anhalten, um die örtliche Bevölkerung nach dem Straßenzustand zu fragen. Er wird nicht immer den eindeutigeren Weg nehmen. Aber seien Sie versichert, am Abend sind Sie dort, wo Sie sein wollen.
Begleitmannschaft
Neben dem Fahrer werden Sie auf unseren Reisen von einem deutschsprachigen Reiseleiter begleitet. Bei kleineren Gruppen sorgt der Reiseleiter auch für ihr leibliches Wohl. Bei größeren Gruppen wird Sie auch ein Koch und eventuell Kochhilfen begleiten.
Nach Ankunft in den Jurtencamps beginnt das Kochteam mit der Zubereitung des Abendessens, während die Fahrer sich um die Wagen kümmern.
Mongolische Gelassenheit
In der Mongolei ticken die Uhren anders. Darauf sollten Sie sich einlassen können. Manchmal werden Sie sich wundern, dass es scheinbar nicht vorangeht, manchmal werden Sie über Mongolen überrascht sein. Oft hat das einen Grund, der für uns nicht offensichtlich ist.
Lassen Sie sich auf die ruhige und gelassene Art der Mongolen ein und Sie werden die Mongolei intensiver erleben und mit vielfältigeren Eindrücken zurückkommen. Sie werden die Mongolen mit ihrer inneren Ruhe nach wenigen Wochen zurück in der Heimat beneiden.
Gastgeschenke
Falls Sie zu Besuch bei Nomaden sind, sollten Sie auf jeden Fall Gastgeschenke mitbringen. Für den Hausherrn eignen sich hier sehr gut Feuerzeuge (diese bitte vor Ort kaufen, da Sie diese evtl. am Flughafen abgeben müssen). Die Frauen freuen sich über kleine Seifen, Notizblöcke oder Kugelschreiber. Für die Kinder eignen sich z. B. Süßigkeiten, Luftballons, Trillerpfeifen, Hefte, Stifte oder Stofftiere.
Nach der Reise sollten Sie gegebenenfalls auch ein Geschenk für Ihre Reisebegleiter parat haben. Für die Frauen eignen sich Parfum (aus Deutschland), Stifte und Süßigkeiten. Die meisten Fahrer freuen sich über Wodka. Falls Ihre Reisebegleiter Kinder haben, können Sie ihnen auch Kleinigkeiten für diese schenken.
Am Ende der Reise freuen sich die Mongolen auch über ein Trinkgeld. Rechnen Sie mit etwa 3,- Euro pro Reisetag (jeweils ein Euro für das Koch-, das Fahrer- und das Reiseleiterteam).
Falls Sie während der Reise Obst kaufen, freuen sich Ihre Reisebegleiter, wenn Sie es mit ihnen teilen, da es für die Einheimischen sehr teuer ist.
Telefonieren / Internet
Die Vorwahl für Gespräche in die Mongolei ist 00976.
In Ulaanbaatar und in den Provinzstädten gibt es Handynetz, allerdings fast ausschließlich mit mongolischen Karten. Prepaid-Karten sollten Sie am Anfang der Reise in Ulaanbaatar holen.
In größeren Städten gibt es auch die Möglichkeit ein Internet-Cafe zu nutzen.
Unterkunft
Meistens übernachten Sie in Jurtencamps. Hier variieren die Anzahl der Jurten (10 - 50) und die Ausstattung. Oft gibt es Strom, so dass Sie Akkus aufladen können und abends Licht haben. Die Camps sind mit sanitären Anlagen ausgestattet. Das Wasser aus der Leitung hat hier jedoch keine Trinkwasserqualität.
Bei den Extra-Gers handelt es sich um von uns errichteten Jurtencamps. Aus Umweltschutzgründen sind die Jurten auf einer Plattform auf Stelzen aufgebaut, damit der Boden nicht überstrapaziert wird. In diesen Camps gibt es kleine Waschbecken in jeder Jurte, einfache Toiletten und Duschen sind am Rande de Camps aufgebaut.
In manchen Camps gibt es Halbpension, wobei die Verpflegung europäischen Standard hat. In den Camps, in denen es keine Verpflegung gibt, bereitet die mitreisende Köchin das Essen für Sie zu.
Die Jurten sind in der Regel mit zwei Betten, einem kleinen Tisch und zwei Hockern ausgestattet. Außerdem gibt es einen Ofen, in dem bei kalter Witterung Feuer gemacht werden kann.
Einige Nächte werden Sie in Zelten verbringen. Auch Einzelzelte sind möglich. Dann sitzt man oft abends am Lagerfeuer zusammen. Evtl. haben Sie auch Hotelübernachtungen im Programm. Je weniger touristisch eine Region ist, desto einfacher sind die Hotels.
Essen und Trinken
In Ulaanbaatar und in allen größeren Ortschaften gibt es die Möglichkeit Lebensmittel einzukaufen. Viele Lebensmittel werden aus Europa importiert. Es ist also gut möglich, dass Sie hier europäische Produkte sehen.
Das Essen ist sowohl europäisch als auch mongolisch. Zum Frühstück gibt es beispielsweise Tee, Kaffee, Marmelade, Nussaufstrich und Käse. Ansonsten gibt es oft Nudeln oder Reis mit verschiedenen Soßen, mongolische Spezialitäten wie gefüllte Teigtaschen, Suppen, manchmal gibt es auch Salat. Zu allen Mahlzeiten gibt es Wurst oder Fleisch, das Hauptnahrungsmittel der Mongolen. Es ist allerdings auch vegetarische Ernährung möglich.
Obst gibt es selten, da die Läden oft nichts vorrätig haben. Es gibt z.B. Äpfel, Pflaumen und Aprikosen, die aber alle viel kleiner und auch etwas saurer sind als die in Deutschland. Wir empfehlen daher die Mitnahme von Trockenobst.
Wenn Sie bei Nomaden zu Besuch sind, werden Ihnen einige Spezialitäten wie Quark in allen Variationen, Ziegenjoghurt etc. angeboten. Vom Verzehr haben wir keine Probleme bekommen, obwohl wir kräftig zugegriffen haben. Etwas Vorsicht ist allerdings bei exotischen Produkten wie Airag (vergorene Stutenmilch) angesagt.
Wasser in Plastikflaschen kann man in den Läden günstig einkaufen. Das Wasser aus Flüssen und Brunnen kann auch getrunken werden, sollte jedoch abgekocht werden.
Sie beugen Durchfällen vor, indem Sie kalte Speisen, ungeschältes Obst, Eiswürfel in Getränken und rohe Salate meiden. Merke: "Nichts essen, was man nicht kochen, braten oder schälen kann". Die Ausnahme bilden die Speisen, die Ihnen von unserem Koch zubereitet werden. Diese sind entsprechend gereinigt, so dass Sie hier nichts zu befürchten haben.
Es ist eigentlich nicht nötig, große Mengen Müsliriegel, Cornflakes etc. aus Deutschland mitzubringen. Es wird eher zu viel als zu wenig zum Essen geben.
Einkaufen
Lebensmittel werden von Ihren mongolischen Begleitern eingekauft. Sie selbst können den Speiseplan gerne durch frisches Obst, Saft und Süßigkeiten ergänzen.
An verschiedenen Sehenswürdigkeiten werden Sie Einheimische treffen, die Souvenirs verkaufen, z.B. Kamele und kleine Jurten aus Filz, bestickte Taschen etc. Wenn sie Ihnen gefallen, kaufen Sie am besten hier schon ein. Die Souvenirs auf dem Land sind viel liebevoller hergestellt als die in Ulaanbaatar. Die Souvenirshops dort verkaufen Massenware. Es ist auch besser, die Leute auf dem Land zu unterstützen und die Souvenirs bei ihnen zu kaufen. In Ulaanbaatar haben Sie Zeit zum Einkaufen. Es gibt dort Einkaufszentren, die jedoch nicht mit unseren vergleichbar sind. Einige Geschäfte führen eine große Auswahl an Kaschmirprodukten, die im Vergleich zu Deutschland sehr günstig sind.